Haben wir es geschafft? Die Gegenwart der Integration an unserer Schule

Aktuelle Entwicklungen in der Migration und die Rolle der Schule
In der heutigen Zeit ist das Thema der Migration, also die räumliche Verlegung des Lebensmittelpunkts eines Menschen über Staatsgrenzen hinweg, präsenter denn je.
Allein seit 2018 ist die Zahl der Zugewanderten nach Deutschland von insgesamt 10.915.455 auf 14.070.225 Menschen gestiegen. Das bedeutet, dass innerhalb von acht Jahren rund 3 Millionen Menschen nach Deutschland eingewandert sind.
Ein starker Anstieg ist dabei seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 zu verzeichnen.
Auch viele Kinder und Jugendliche mussten demzufolge ihre Heimat verlassen, um in einem Land wie Deutschland Schutz vor dem Krieg zu suchen.
Dabei kommt insbesondere den Schulen eine große und wichtige Bedeutung zu, da diese maßgeblich am Integrationsprozess dieser Kinder beteiligt sind.
Um das Gelingen dieses Prozesses zu fördern, haben die Schulministerien allgemein gültige Vorgaben in Form von Leitfäden und Handlungsempfehlungen entwickelt.
Wie viele Kinder mit Migrationshintergrund je Schule aufgenommen werden, ist ebenfalls durch Regelungen des jeweiligen Schulministeriums festgelegt.
Am Friedrich-Spee-Gymnasium werden derzeit 35 Schülerinnen und Schüler in den sogenannten DaZ-Kursen (Deutsch als Zweitsprache) unterrichtet.
Die größten Gruppen kommen aus Syrien (elf) und der Ukraine (zehn), gefolgt von fünf Kindern aus der Türkei sowie jeweils drei aus Tadschikistan und Afghanistan.
Zudem kommt jeweils eine Person aus Frankreich, dem Irak und Albanien.
https://www.istockphoto.com/de/search/2/image-film?ethnicity=mixedraceperson&mood=neutral&page=3&phrase=Integration%20Berufsleben%20
Zweitspracherwerb von Geflüchteten - Die schulrechtliche Situation
Die Integration und Deutschförderung der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler erfolgt nach einem Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung (BASS 13-63 Nr.3).
Grundlagen und Ziele
Darin ist unter anderem festgelegt, dass die Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler die Aufgabe der gesamten Schule und aller Schulformen ist, wobei auch außerschulische Partner einbezogen werden sollen.
Zudem wird betont, dass das Erlernen der deutschen Sprache eine zentrale Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht darstellt.
Ziel der Förderung ist das Erreichen des Sprachniveaus B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, wodurch ausreichende Sprachkenntnisse sichergestellt werden sollen. Darüber hinaus wird hervorgehoben, dass die Sprachförderung langfristig in allen Fächern erfolgen soll (2.1-2.4).
Organisation der Deutschförderung
Die Deutschförderung wird je nach Sprachkenntnissen der zugewanderten Schülerinnen und Schülern sowie den Kapazitäten der Schule individuell organisiert (3.3).
Dennoch folgt sie einem gewissen Orientierungsrahmen.
Für Schülerinnen und Schüler, die bisher nicht alphabetisiert sind und keine oder nur eine geringe schulische Vorbildung mitbringen, ist der Besuch einer Lerngruppe zur Erstalphabetisierung vorgesehen (3.4.1).
Danach erfolgt die Deutschförderung in der Regel mit einem Umfang von zehn bis zwölf Wochenstunden. Außerhalb dieser Kurse besuchen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht des für die Schulform und Jahrgangsstufe geltenden Stundenplans (3.7).
Zuordnung zu einem Bildungsgang
Erst nach Erreichen des Sprachniveaus B1 werden die Schülerinnen und Schüler einem Bildungsgang zugeordnet. Das sollte in der Regel nach ungefähr zwei Jahren der Fall sein.
Dabei werden neben den Sprachkenntnissen auch der individuelle Lernstand und die Lernentwicklung sowie die zu erwartende Leistungsfähigkeit berücksichtigt, sodass eine passende Jahrgangsstufe in einem passenden Bildungsgang gewählt werden kann (4.1.1 und 4.1.2).
Bewertung und Zeugnisse
Sofern die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler bereits einem Bildungsgang zugeordnet sind, werden sie gemäß den regulären Vorgaben der von ihnen besuchten Schulform bewertet. Schülerinnen und Schüler, die noch keinem Bildungsgang zugeordnet sind, erhalten Lernstandsberichte (6.1).
Bei der Beurteilung der Leistung sollen sprachlich bedingte Erschwernisse des Lernens selbstverständlich berücksichtigt werden (6.4).

Umsetzung am Friedrich-Spee-Gymnasium
Derzeit werden am Friedrich-Spee-Gymnasium 35 neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler unterrichtet.
Die größten Gruppen kommen aus Syrien (elf) und der Ukraine (zehn), gefolgt von fünf Kindern aus der Türkei sowie jeweils drei aus Tadschikistan und Afghanistan.
Zudem kommt jeweils eine Person aus Frankreich, dem Irak und Albanien.
Der DaZ-Unterricht findet am Friedrich-Spee-Gymnasium in drei verschiedenen Lerngruppen statt.
Außerdem gibt es einen weiteren Kurs in Kooperation mit der benachbarten Hugo-Stern Sekundarschule.
Wer welchem Kurs zugeordnet wird, hängt von den Sprachkenntnissen der Schülerinnen und Schüler ab. Aufgrund dessen werden in den DaZ-Kursen durchaus Kinder der fünften Jahrgangsstufe gemeinsam mit Jugendlichen der neunten Jahrgangsstufe unterrichtet.
Insgesamt befinden sich derzeit fünfzehn Schülerinnen und Schüler auf dem Sprachniveau A1, elf auf A2, während neun bereits das Niveau B1 oder höher erreicht haben.
Dabei ist hervorzuheben, dass acht dieser Schülerinnen und Schüler erst in Deutschland alphabetisiert worden sind. Das bedeutet, dass sie in ihrem Herkunftsland bisher kaum oder keine Schulerfahrung und auch keine Berührungspunkte mit dem (lateinischen) Alphabet gemacht haben.
Zwei Kinder eigneten sich während ihrer Flucht in der Türkei sogar autodidaktisch erste Kompetenzen im Lesen und Schreiben an.
Außerhalb der DaZ-Kurse findet der Unterricht jedoch nach dem regulären Stundenplan in den jeweils altersentsprechenden Klassen statt.
Aktuell besuchen zwei Kinder die fünfte, acht Kinder die sechste und ebenfalls acht die siebte Jahrgangsstufe. Außerdem werden neun Schülerinnen und Schüler in den achten Klassen unterrichtet und drei befinden sich bereits in der neunten Jahrgangsstufe. In den zehnten Klassen werden fünf neu zugewanderte Jugendliche unterrichtet (Stand Mai 2026).
https://www.fsg-ruethen.de/fsg/vorlesetag-am-fsg

Deutschförderung in der Schule
In Nordrhein-Westfalen, und somit auch am Friedrich-Spee Gymnasium, sind die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler sowohl in geschlossenen Sprachlernklassen als auch in den Regelklassen untergebracht.
Der DaZ-Unterricht gilt als besonders produktiv, da ein gesteuerter, grammatikbasierter Unterricht essenziell für die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen ist, welche die Kinder für ihre weitere Schullaufbahn und auch für die Alltagsbewältigung in einer schriftbasierten Gesellschaft benötigen.
Dennoch wird davon ausgegangen, dass auch der Unterricht in Regelklassen wichtig für die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler ist. Dieser trage nämlich nicht nur maßgeblich zur Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft bei, sondern beeinflusse auch das Sprachlernen positiv. Sprache wird leichter und nachhaltiger gelernt, wenn sie an Inhalte geknüpft ist.
Um den Wortschatz zu erweitern und das neu erlernte Sprachvermögen langfristig im Gedächtnis zu sichern, müssen die Deutschkenntnisse idealerweise im natürlichen Umfeld angewendet werden. Da in vielen Familien der geflüchteten Schülerinnen und Schüler nach wie vor in der Muttersprache kommuniziert wird, ist der Unterricht in Regelklassen eine sinnvolle Möglichkeit, um den Kindern alltagsnahes Deutsch zu vermitteln. Insbesondere aus dem Austausch mit deutschsprachigen Mitschülerinnen und Mitschülern können sie viel lernen.
Dennoch sollte die Schule natürlich nicht die einzige Gelegenheit zur Anwendung der Deutschkenntnisse bieten.
Daher ist es wichtig, die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, auch außerhalb der Schule Kontakt zu gleichaltrigen, deutschsprachigen Kindern zu suchen, zum Beispiel in Sportvereinen oder bei anderen Freizeitbeschäftigungen.
https://www.fsg-ruethen.de/fsg/was-gibts-neues/page/10/
Die Realität schulischer Integration und Deutschförderung
Inwiefern diese Maßnahmen in der Praxis tatsächlich greifen, ist jedoch schwierig zu beurteilen. In intensiven Gesprächen mit DaZ unterrichtenden Lehrkräften am Friedrich-Spee-Gymnasium, konnten wir einiges über den Erfolg der Integration und der Deutschförderung an unserer Schule herausfinden.
Eine Lehrkraft weist gleich zu Beginn unseres Gesprächs auf die große „Theorie-Praxis-Kluft“ hin und stellt heraus, dass der Runderlass des Ministeriums zur Integration der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler zwar sehr ausführlich sei, dennoch werde zu wenig auf die Individualität der Kinder eingegangen und auch die personalen Ressourcen der Schulen würden vernachlässigt.
Schnell wurde uns jedoch deutlich, dass unsere Schule im Vergleich zu anderen Schulen in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich gut aufgestellt ist. So sei es sehr selten, dass für jedes Sprachniveau (A0-B1) ein oder sogar zwei Kurse gewährleistet werden können und alle neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler einen individuell angefertigten Stundenplan erhalten. Mittlerweile würden sich außerdem nicht mehr ausschließlich die DaZ Lehrkräfte in der Verantwortung sehen, an der Integration der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler mitzuwirken, sondern jede einzelne Lehrkraft, was als großer Fortschritt wahrgenommen wird.
Ein stetiger Austausch zwischen SchülerInnen, deren unterrichtenden Lehrkräften und auch den Eltern sei essenziell für das Gelingen der Integration in die Schulgemeinschaft sowie den schulischen Erfolg, so hebt Silva Bigge (u.a. DaZ Lehrerin am FSG) hervor. Sie zeigt sich zuversichtlich, dass zunehmend mehr Lehrkräfte die DaZ Qualifikation absolvieren und das Team somit wächst.
Auch die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus funktioniere immer besser, unter anderem durch die Unterstützung ehrenamtlicher DolmetscherInnen, die über den Kreis Soest vermittelt werden.
Dieses Angebot des Kreises werde immer häufiger erfolgreich in Anspruch genommen, oft umfasse die Kooperation auch außerschulische Anlässe.
So konnte in Zusammenarbeit mit Schulleiter Heinfried Lichte, Lehrkräften, DolmetscherInnen und einer Augenarztpraxis einem Schüler schon eine notwendige Brille organisiert werden. Erst diese ermöglichte ihm eine erfolgreiche Teilnahme am Schulunterricht.
An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Lehrkräfte für die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler oftmals viel mehr sind als nur „Lehrer“. Sie fungieren als Bezugs- und oftmals auch als erste Ansprechperson in ihrer neuen Heimat Rüthen.
Mehrfach konnten wir heraushören, dass die Lehrkräfte den Eindruck haben, diesen Kindern mit besonderem Feingefühl begegnen zu müssen, da sie oftmals keinerlei sekundäre Sozialisationserfahrung gemacht hätten und der Schule daher vorerst mit Zurückhaltung und Unsicherheit begegnen würden. „Das pädagogische überwiegt am Anfang meistens, bis die Kinder das nötige Vertrauen und die Motivation aufbauen, zu lernen“, stellt die Lehrerin Silva Bigge heraus. Das „Lernen zu lernen“ sei zu Beginn oftmals eine der größten Herausforderungen für die Kinder.
Während wir bereits im Kindergarten gelernt haben, wie man einen Stift richtig hält oder unseren Namen schreibt, würden diese Grundkompetenzen bei vielen Kindern mit Migrationshintergrund oft komplett fehlen. Ihnen bei diesem Weg mit Empathie und Geduld zu begegnen, sei enorm wichtig.
In erster Linie müsse im DaZ-Unterricht also ein Grundverständnis vom System Schule und der deutschen Sprache vermittelt werden. Dennoch sei auch die Teilnahme am Regelunterricht für die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler unverzichtbar. Zwar würden sie inhaltlich zu Beginn nicht viel verstehen können, für die soziale Integration in die Schulgemeinschaft sei eine Teilnahme am Regelunterricht jedoch von enormer Bedeutung. Sie können den Unterrichtsablauf beobachten, kommen in Kontakt mit anderen gleichaltrigen SchülerInnen und lernen die Werte und Normen der deutschen Kultur kennen.
Auch außerhalb des Unterrichts wird seitens der Schule viel dafür getan, dass die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler möglichst unbeschwert am Schulleben teilhaben können. So wird zum Beispiel mittels finanzieller Unterstützung durch den Förderverein eine Teilnahme an Exkursionen und Klassenfahrten ermöglicht.
Wir haben feststellen können, dass unserer Schule und den Lehrkräften die Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schülern sehr am Herzen liegt. Es wird viel Zeit, Mitgefühl, Geduld und auch Geld investiert, um diese zu gewährleisten.
Dennoch wird eine gelungene Integration von vielen weiteren Faktoren beeinflusst, insbesondere auch von der Schulgemeinschaft.
Im Gespräch mit einer weiteren Lehrkraft wurde diese Situation als „Wechselspiel“ beschrieben. Hemmschwellen, mit Personen anderer Sprachen oder Kulturen in Kontakt zu treten, würden von beiden Seiten aus bestehen. Es sei immer leichter mit Menschen der gleichen Sprache und kulturellen Gemeinsamkeiten zu interagieren, als sich Neuem zu öffnen. Auch Vorurteile würden dabei eine große Rolle spielen.
Ebenso sei es für die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler leichter mit „Gleichgesinnten“ Zeit zu verbringen. Ihre DaZ-Klasse fungiere dabei auch als „geschützter Raum“.Viele Kinder würden eine ähnliche Geschichte teilen, daher sei das Verständnis untereinander einfach größer. Außerdem wohne ein Großteil von ihnen in Übergangswohnheimen der Stadt Rüthen, weshalb sie die meiste Zeit ihres Alltags gemeinsam verbringen.
Diese Beobachtungen der Lehrkräfte haben sich in Gesprächen mit einigen neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern bestätigt. Einige berichten von guter Integration, vielen Freunden oder auch Mitgliedschaften in Sportvereinen.
Andere hingegen bevorzugen es, unter sich zu bleiben. Vereinzelt gaben sie dabei auch an, Vorurteile der anderen Mitschülerinnen und Mitschülern zu befürchten und daher im Kontakt vorsichtig zu sein. Auch Sprachbarrieren würden eine Rolle spielen, sowie zum Teil fehlendes Interesse an außerschulischen Kontakten. Hier zeigt sich große Individualität, die es zu berücksichtigen gilt.
Die Schule kann dabei unterstützen, Sprachbarrieren abzubauen. Für den Umgang mit eigenen Vorurteilen und Unsicherheiten trägt jedoch jeder Mensch selbst die Verantwortung. Offenheit und die Bereitschaft, interkulturelle Kontakte einzugehen, sind entscheidende Voraussetzungen für eine gelungene und langfristige Integration in die (Schul-)Gesellschaft.
Damit Integration wirklich gelingen kann, braucht es Zeit, gegenseitiges Verständnis und vor allem den Mut, aufeinander zuzugehen. Jede und jeder einzelne kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und ein offenes Miteinander zu schaffen.
Berufliche Chancen durch gelungene Integration – ein Interview mit Willkommenslotsin Andrea Siegmeyer
Eine gelungene Integration in der Schule hat jedoch nicht nur Bedeutung für das aktuelle Zusammenleben im Schulalltag, sondern prägt auch maßgeblich die Zukunftsperspektiven der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler. Besonders mit Blick auf das spätere Berufsleben bilden sprachliche Kompetenzen, soziale Integration und schulische Bildung zentrale Voraussetzungen für beruflichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Schule wird damit zu einem entscheidenden Ort, an dem die Grundlagen für ein selbstständiges und erfolgreiches Leben in Deutschland geschaffen werden.
Das bestätigt auch Andra Siegmeyer, Willkommenslotsin der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe in einem Interview.
Eine der zentralen Herausforderungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen, Wertvorstellungen und gesellschaftlicher Normen.
Im Berufsleben beobachtet Siegmeyer besonders in der Anfangszeit häufig, dass unterschiedliche Vorstellungen von Pünktlichkeit, Kommunikation, Autorität oder dem Umgang zwischen Männern und Frauen zu Missverständnissen und Konflikten führen können.
„Bei Personen, die zuvor bereits eine Schule in Deutschland besucht oder hier einen Abschluss erworben haben, tritt dieses Problem kaum auf“, so Siegmeyer, „Werte wie Pünktlichkeit wurden dann bereits vermittelt.“
Außerdem würden sich die Neuzugewanderten mit Schulabschluss auch oft viel zielstrebiger in der weiteren Ausbildung zeigen. „Ich kann das durchaus verstehen“, erklärt Siegmeyer weiter, „je stärker sich Menschen eingebunden und akzeptiert fühlen, desto höher ist in der Regel auch ihre Motivation, sich aktiv einzubringen und Leistung zu zeigen.“
Jedoch vermittele die Schule nicht nur ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft, sondern sei zugleich natürlich entscheidend für den Erwerb der deutschen Sprache.
„Ein Sprachniveau von B2 ist für eine Ausbildung wünschenswert. Natürlich ist es viel sinnvoller und weniger belastend, wenn die Sprache bereits in der Schule vermittelt wurde. Sie parallel zur Ausbildung oder als Voraussetzung dafür zu lernen, ist mit großem Druck verbunden und kaum machbar“, hebt Siegmeyer zum Abschluss hervor.
https://www.istockphoto.com/de/search/2/image-film?ethnicity=mixedraceperson&mood=neutral&page=3&phrase=Integration%20Berufsleben%20
Erstelle deine eigene Website mit Webador