Integration definiert
Hinter dem Begriff „Integration“ steckt oft nicht das, was sich viele Menschen darunter vorstellen. Nach Auffassung mancher bedeutet „Integration“, dass ein bestehendes System an neu hinzukommende Personen angepasst wird. Das ist aber falsch. „Integration“ beschreibt an sich den Prozess der Eingliederung einer Person in ein bereits bestehendes System, ohne dieses zu ändern. Das betrifft nicht nur die Integration eines Außenstehenden in z.B. eine Schulklasse oder ein Arbeitsumfeld, sondern auch das Einfügen eines Beeinträchtigten in ein System, ohne das das System grundlegend geändert wird.
Bei einem solchen Vorgang wird erwartet, dass sich die „eingefügte“ Person an das Umfeld anpasst. Im Privaten ist es der Person möglich, sich frei zu entfalten.
Dabei muss man die Integration von Separation, Exklusion und Inklusion stark trennen.
Separation bezeichnet die Trennung der „Zugezogenen“ von den „Bestehenden“. Speration gilt als mildere Variante der Exklusion. Ein Beispiel wäre: Betroffene dürfen zwar zur Schule gehen, aber nur zu bestimmten Kursen, die sie von den „bestehenden“ Schülern trennen.
Exklusion ist die extremere Form der Separation. In diesem Fall dürfen die „Zugezogenen“ weder Bildung oder Arbeit wahrnehmen. In diesem Fall fehlt Betroffenen die Möglichkeit der Teilhabe.
Im Gegensatz dazu steht Inklusion. Es bedeutet, dass ein System so gestaltet ist, dass alle Menschen dazu gehören und die gleichen Chancen haben. Das System passt sich in dieser Form regelmäßig an die Anforderungen der Menschen an. Ein inklusives System unterliegt also stetigen Wandel.
Dabei werden Integration und Inklusion häufig verwechselt, was zu Missverständnissen und falschen Erwartungen im Alltag führen kann. Es ist wichtig, dass die Grenzen zwischen den beiden Begriffen klar und verständlich sind.
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